Sozialpolitik und Senioren

 

Die Sozialpolitik ist eine  wichtige Errungenschaft unserer Gesellschaft. Es ist selbstverständlich, dass auch  benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen eine Teilhabe am Leben möglich sein muss.  Sozialpolitik darf jedoch nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, sie bedarf  einer strukturellen Planung und Kontrolle.

Berlinprogramm

Sozialpolitik für tatsächlich Bedürftige

In Berlin haben weder  Senat  noch andere Stellen in der Stadt   einen ausreichenden  Überblick über die in der Stadt vorhandenen Projekte und deren Kosten. Auf eine Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen und eingesetzten Gelder wird vielfach verzichtet. Das wohl jedem bekannte  Beispiel „Treberhilfe“ ist nur die Spitze des Eisbergs.

  • Soziale Maßnahmen sind wichtig für wirklich Bedürftige. In unserer Stadt nimmt die Sozialindustrie allerdings überhand. Projekte sollten kritisch auf Effizienz und  Wirksamkeit geprüft werden, damit vorhandene Gelder zielgerichtet in wirklich sinnvolle Maßnahmen fließen können. Unterstützung  brauchen  Bedürftige und nicht Träger der Sozialindustrie.
  • Während es in der Stadt diverse Projekte mit zweifelhaftem Nutzen gibt, ist beispielsweise die wichtige Jugendhilfe vielfach massiv überlastet. Unsere Gesellschaft hat die Verantwortung, sich insbesondere um die Jüngsten zu kümmern. Eine angemessene Personalausstattung der Jugendämter mit Fallzahlbegrenzung pro Mitarbeiter ist unverzichtbar.
  • Aber auch im Bereich der Jugendhilfe ist eine Transparenz der Leistungen erforderlich. Beispielsweise kritisiert der Rechnungshofbericht 2014  Kostenunterschiede bei Vollzeitpflegestellen  von 400% sowie fehlende Qualitätskontrolle. Hier muss kontrolliert werden.
  • Heute haben viele Politiker einen Posten in der Sozialindustrie, so dass hierdurch ein Eigeninteresse nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Ämterverknüpfung muss auf den Prüfstand.
  • Für ALFA gilt der Grundsatz: Selbständigkeit vor Pflege: Hierbei steht der Erhalt der Selbständigkeit des einzelnen Menschen im Mittelpunkt. Hierzu gehören nicht nur seniorenfreundliche Wohnungen, sondern auch eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen oder Verkehrsmittel.
    Inakzeptabel ist übrigens der Zustand vieler Gehwege (insbesondere in kleineren Straßen), der für gehbehinderte Menschen eine große Unfallgefahr darstellt.

 

  • ALFA möchte das Angebot seniorengerechter Hilfen weiter ausbauen. Das betrifft nicht nur hochwertige Pflegemöglichkeiten sondern auch eine Vielfalt von unterschiedlichen Niemand darf vom sozialen Leben ausgegrenzt werden.

 

  • Das Ehrenamt soll weiter gestärkt werden: Die Flüchtlingswelle hat gezeigt, dass viele Bürger unserer Stadt sehr hilfsbereit sind und spontan große Leistungen erbringen. ALFA möchte, dass  auch ehrenamtliche Seniorenarbeit vermehrt gefördert wird und  unbürokratisch ausgeübt werden kann. Das Ehrenamt kennt übrigens keine Altersgrenze. Auch viele rüstige Senioren sind gern  bereit, sich helfend  in die Gesellschaft einzubringen.

 

  • Auch an Pflegebedürftige muss gedacht werden: Im Bericht des Rechnungshofs 2015 wird eine fehlende Kontrolle der personellen Ausstattung in Einrichtungen für behinderte Menschen kritisiert.  Oft ist zu wenig Personal     Diese  Unterschreitungen der vereinbarten und aus öffentlichen Mitteln finanzierten Personalausstattung bleiben für die Einrichtungsträger jedoch meist folgenlos. Das muss sich ändern.

 

  • Arbeit hält jung: Es gehört zur Wahrheit, dass auf die geburtenstarken Jahrgänge eine große finanzielle Herausforderung im Alter zukommt. Viele Bürger müssen mit einer niedrigen Rente rechnen weil unsere Regierungen diese Problematik seit vielen Jahren ignoriert. Neben der Grundsicherung möchte ALFA  – für diejenigen, die das noch können – unbürokratisch die  Möglichkeit von  Zuverdienst oder Teilzeitarbeit   Neuere Studien zeigen übrigens, dass durch Arbeit die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit im Alter länger erhalten werden kann. Diese Möglichkeit sollte Senioren nicht verweigert werden.

 

  • Die Innovationsfreudigkeit Berlins auch für Senioren nutzen: Viele junge Startup-Unternehmen in unserer Stadt sprühen vor Ideenreichtum. ALFA möchte diese Innovationskraft nutzen, um alternative Möglichkeiten auch für das Alter zu entwickeln. Warum nicht generationenübergreifende Wohnprojekte schaffen?  Warum nicht IT-Technik in Seniorenwohnungen installieren, um Gefahrenquellen zu beseitigen? Die Möglichkeiten sind genauso vielfältig wie die Innovationsfreudigkeit der jungen Menschen unserer
30.05.2016

Betrug von Pflegediensten

  Wieso schauen alle Beteiligten weg? – Betrug von Pflegediensten. Das Problem ist den Beteiligten (Kassen, Politik, Medizinischer Dienst) seit Jahren bekannt. Niemand traut sich [...]