Griechenland-Doppelbeschluss gefordert: Schuldenerlass und Grexit

Griechenland-Doppelbeschluss gefordert: Schuldenerlass und Grexit

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Veröffentlichung in der Bundesdeutschen Zeitung, Hans-Olaf Henkel (LKR):    „Machen wir uns keine Illusionen, die Hilfsgelder werden wir nicht wiedersehen. Befreien wir Griechenland von der Last, Teil des Euros zu sein, er hat nämlich nur Schaden für das Land angerichtet“, 15.2.2017

Hans-Olaf Henkel (LKR) will „Griechenland-Doppelbeschluss“: Schuldenerlass für Griechenland und Grexit

Pressemitteilung

 Schuldenerlass für Griechenland und Grexit

LKR-Europaabgeordneter hält weiteres 86 Milliaren Euro schweres Hilfsprogramm für Griechenland „für gutes Geld, das Schlechtem hinterhergeworfen wird“.

 

Straßbug, 14.2.2017 – Für Hans-Olaf Henkel, Europaabgeordneter der LKR (Liberal-Konservative Reformer), ist jedes weitere finanzielle Hilfsprogramm für Griechenland „gutes Geld, das schlechtem hinterhergeworfen wird.“ In einer Aussprache über den Stand der griechischen Reformen und die Bewilligung eines weiteren Hilfsprogramms über 86 Mrd. Euro forderte Henkel einen „Doppelbeschluss“, der aus einem weitgehenden Schuldenerlass für Griechenland und dem Ausscheiden des Landes aus dem Euro bestünde. Der ehemalige BDI-Präsident unterstrich im Europäischen Parlament in Straßburg die immer noch vorherrschende mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands. Wenn man die gravierende Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit auf Seiten der griechischen Bevölkerung bekämpfen wolle, sollte Griechenland schnellstmöglich die Eurozone verlassen, um wieder wettbewerbsfähiger zu werden. Vorher sei es jedoch notwendig, Griechenland die bestehenden Schulden weitgehend zu erlassen. Eine Bankrotterklärung könne der erste Schritt zur Besserung sein, so Henkel.

 

„Der Euro ist zu stark für Griechenland und hat systembedingt zu einer abnehmenden Wirtschaftsleistung und Zerstörung von Arbeitsplätzen geführt. Das zeigt der Trend der letzten 15 Jahre“, meinte Henkel.
Ein Schuldenschnitt und ein Ausscheiden Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung wären auch im Sinne der anderen Euro-Länder:

 

„Erstens: Die Gläubiger kostet es nichts – das Geld ist sowieso schon weg. Zweitens: Neue Rettungspakete zu Lasten anderer entfallen. Drittens: Eine eigene, abgewertete Währung würde Griechenland helfen, endlich wieder wettbewerbsfähig zu werden, ökonomisch auf die Beine zu kommen und vor allem die unerträgliche Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen“, so Henkel.

 

„Machen wir uns keine Illusionen, die Hilfsgelder werden wir nicht wiedersehen. Befreien wir Griechenland von der Last, Teil des Euros zu sein, er hat nämlich nur Schaden für das Land angerichtet“, so der LKR-Europaabgeordnete.

 

Pressekontakt:
Michael Strauß
michael.strauss@europarl.europa.eu

2017-02-15T11:22:53+00:00