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Beitrag zum irrsinnigen Verhalten der Europäischen Gemeinschaft von Hans-Olaf Henkel via Facebook.

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Die abstruse Ambivalenz der EU

Gegenwärtig kann man nur den Kopf schütteln, wenn man die Nachrichten verfolgt. Die Reaktionen der Europäischen Union, aber auch der deutschen Bundesregierung, auf die Entwicklungen in Großbritannien und der Türkei, sind geradezu abstrus.

Versöhnliche Töne gegenüber der Türkei trotz Weg in die Diktatur

Gegenüber einem Land, welches alle Werte der Europäischen Union mit Füßen tritt und in welchem ein neuer Faschismus erstarkt, werden milde und versöhnliche Töne angeschlagen. Man könne über alles reden, Hauptsache man bleibe in Kontakt. So sieht die gegenwärtige Strategie gegenüber Ankara aus.

Die Bundesregierung wird nicht müde zu betonen, wie wichtig die Türkei im Kampf gegen den Islamismus sei. Nach Presseberichten von Cumhuriyet, hat die Türkei bereits 2014 Waffen an diesen geliefert und steht auch heute noch im Verdacht, Islamistische Gruppierungen in der Region auszurüsten.

Härte gegenüber Großbritannien trotz langjähriger guter Zusammenarbeit

Zurück nach Nordeuropa. Glaubt man nun, daß mit langjährigen Partnern und einem der wichtigsten Verbündeten ein ähnlich versöhnlicher Umgang gesucht wird, so irrt man. Forderungen und Rhetorik gegenüber Großbritannien, welches sich demokratisch nicht etwa für eine Diktatur, wie die Türkei, entschieden hat, sondern lediglich den Austritt aus der Europäischen Union vollziehen möchte, könnten drakonischer und unversöhnlicher kaum sein. Man will die Briten bestrafen, es gewagt zu haben, nicht alle Fehlentwicklungen in der EU länger mittragen zu wollen.

So wird in Europa also mit langjährigen Freunden umgegangen, welche sich in der Europäischen Union nur allzu oft als Stimme der Vernunft erwiesen haben. Anstatt innerhalb der EU über eigene Fehler zu sinnieren, soll lieber Großbritannien die alleinige Verantwortung und Schuld zugeschrieben werden.

Schädliche Reaktion von Frau Merkel

Und Frau Merkel? Ohne Ihren Beitrag zur Flüchtlingskrise hätte es den Brexit nicht gegeben. Anstatt sich aber für gute Beziehungen mit Großbritannien einzusetzen, an welchen Deutschland größtes Interesse hat, fordert sie härteste, unnachgiebige Verhandlungen und verweigert sich bilateralen Sondierungsgesprächen über Möglichkeiten künftiger Beziehungen zwischen Deutschland und dem vereinigten Königreich.