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Pressemitteilung von Bernd Kölmel:

 „Schluss mit dem Einheitseuro!“ Befürchtungen vor dem italienischen Referendum.

Zusammenbruch der Eurozone droht, wenn das Verfassungsreferendum in Italien am 4.12. scheitert.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberal-Konservativen Reformer und Europaabgeordnete Bernd Kölmel warnt vor einem Scheitern des Verfassungsreferendums in Italien am 4. Dezember und fordert, dass Deutschland sich auf massive wirtschaftliche Verwerfungen in Europa und einen Zusammenbruch der Eurozone vorbereitet. Eine Niederlage der vom italienischen Ministerpräsidenten Renzi angestoßenen Initiative würde – so Kölmel – dazu führen, dass Italien sich noch viel höher verschulden wird. Um eine Schuldenunion noch abzuwenden fordert Kölmel so schnell wie möglich den Euroraum in einen Nord- und Südeuro aufzuspalten.

 

Die Eurozone steuert auf den Abgrund zu

„Sämtliche Versuche, den Euro gesund zu beten, haben nur Zeit verschwendet. Man schaut weiter unbeirrbar zu, wie die Eurozone auf einen Abgrund zusteuert. Dann zerschellt nicht bloß die Währungsunion, sondern auch das europäische Aufbauwerk. Wir müssen Schluss machen mit dem Einheitseuro. Für die einen Länder ist die Währung zu hart, für die anderen zu weich. Die Aufteilung des Eurowährungsgebietes in einen Nord- und einen Südeuro wäre eine Möglichkeit mit der wir die europäischen Volkswirtschaften stabilisieren könnten.“

 

Deutschland würde mit in den Sog der Eurokrise gezogen

Kölmel verwies auf Expertenmeinungen, wonach Länder wie Griechenland oder Italien, deren wirtschaftliche und politische Zukunft aufgrund des Euro auf dem Spiel steht, die Eurozone verlassen sollten, um sich nach einer Abwertung ihrer dann wieder nationalen Währungen wirtschaftlich erholen zu können. „Solange dieser notwendige Prozess verhindert wird, kann auch Deutschland jederzeit in den Sog einer Eurokrise geraten“, so Kölmel. „Wir sollten den Euroraum möglichst schnell in einen Nordeuro und einen Südeuro aufspalten, um eine Brandmauer einzuziehen. Sonst wird im Ergebnis vor allem Deutschland für diese Schulden haften.“ Kölmel möchte mit diesem Schritt keine kurzfristigen nationalen Interessen bedienen, sondern sieht die Trennung in Nord- und Südeuro als eine notwendige Korrektur einer währungspolitischen Fehlkonstruktion zum Erhalt der Europäischen Union als Ganzes.

 

Pressekontakt:

Michael Strauß
Pressereferent der Deutschen Delegation in der EKR-Fraktion
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