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Jetzt sitzen im BER gleich 3 Senatoren im Aufsichtsrat anstatt ihre Arbeit im Senat zu erledigen.  Neben Michael Müller sind es Justizsenator Behrendt (Grüne) und Kultursenator Lederer. Drei Senatoren, deren Kompetenz bezüglich des BER bisher im Verborgenen blieb.

 

„Ich gehe regelmäßig ins Theater und kenne die Landschaft ziemlich gut. Klaus Lederer war offenbar immer in anderen Vorstellungen. Ich habe ihn jedenfalls nie im Theater gesehen“, sagte Wolfgang Brauer, langjähriger (2002 – 2016) kulturpolitischer Sprecher der Berliner Linken im Herbst 2016 über seinen Genossen.

Immerhin ist Lederer Freizeitsänger und sorgte mit markigen Ankündigungen erst mal für Aufruhr in Berlins neo-liberalem Kunstbetrieb mit globaler Jetset-Attitüde, wie er das nennt. Eine ganze Reihe von Stühlen, die sein Vorgänger Michael Müller gerade erst besetzt hatte, wackelten zunächst, insbesondere die der neuen Chefs von Volksbühne und Staatsballett.

Aber mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt, Dr. Lederer wendet sich angewidert vom Kulturbetrieb und seinen exaltierten Exponenten ab und seiner eigentlichen Bestimmung zu. Als ausgewiesener Luftfahrtexperte und mit allen Wassern gewaschener Projektmanager, was der Öffentlichkeit bisher verborgen blieb, zieht er nun in den Aufsichtsrat des BER ein.

Neben Lederer und Dr. Dirk Behrendt (Grüne; Justizsenator und Landesbeauftragter für gendergerechte Bedürfnisanstalten) geht nun auch Michael Müller in den Aufsichtsrat. Er hatte lange hin und her überlegt: Gehe ich selbst oder schicke ich einen Staatssekretär? Eigentlich, wie vieles andere in der Personenbeförderung, egal (https://www.youtube.com/watch?v=xvcpy4WjZMs). Schließlich hat er als Regierender schon genug zu tun. Außerdem ist er ja auch noch Wissenschaftssenator, ein ihm vollständig fremdes Ressort, das halt übriggeblieben war und in das er sich schon auch noch ein bisschen einarbeiten muss!

Also hat Müller, der ohnehin nicht gern selbst entscheidet, den Koalitionspartnern die Besetzung des BER-Aufsichtsrats überlassen. Mit grünen und linken Staatssekretären hätte er nicht am selben Tisch sitzen mögen. Nachdem Grüne und Linke aber beschlossen hatten, nicht Staatssekretäre, sondern Senatoren in das Gremium zu entsenden, möchte auch Müller in der Runde nicht fehlen.

So hat sich, quasi ganz von allein, die geballte Kompetenz des Senats im BER-Aufsichtsrat versammelt. Denn auch Behrendt hat einen starken Bezug zu Massenverkehrsmitteln im Allgemeinen und im Besonderen zur zivilen Luftfahrt. Schließlich hat er die Unisex-Toilette in Bahn und Flugzeug entdeckt.

 

Ernst von Randow
Landesvorstand LKR-Berlin
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