Berlin / Brüssel, 3.8. 2016 – Angesichts der Gewalttaten und Terrorakte, die unser Land in der letzten Zeit heimsuchten, bleibt der Staat gefordert, den Opferschutz zu stärken. „Hand in Hand mit der Bekämpfung dieser Kapitalverbrechen muss eine Verbesserung des Opferschutzes einhergehen“, fordert der stellvertretende LKR-Bundesvorsitzende Bernd Kölmel. Als Rechtspfleger und ehemaliger Polizist ist Kölmel mit der Materie bestens vertraut.

Zwar gebe es durchaus eine staatliche Grundversorgung von Opfern beispielsweise durch das Opferentschädigungsgesetz, doch vieles bliebe Stückwerk und werde auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Private Vereine wie der Weiße Ring versuchten dankenswerterweise, Lücken zu schließen.

Doch sei es nicht allein die Aufgabe privater Initiativen, Versäumnisse des Staates in diesem so wichtigen Bereich zu heilen, stellt der Europaabgeordnete Kölmel klar. Es gebe viele Erfordernisse für weitere staatliche Unterstützung von Gewaltopfern. Zum Beispiel sei es eher Regel als Ausnahme, dass ein Täter mangels eigener finanzieller Mittel gar nicht in der Lage ist, den von ihm angerichteten Schaden wenigstens materiell auszugleichen. Oft greift auch keine Versicherung, die die teils immensen Sach- und Vermögensschäden entschädigen könnte. So sind Opfer vielfach auf Stiftungen angewiesen, damit sie nicht ganz auf dem angerichteten Schaden sitzenbleiben. „Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf von Seiten des Staates. Bei der Entschädigung von Opfern darf sich der Staat nicht kleinlich zeigen“, fordert Kölmel abschließend.

 

Pressemitteilung des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der LKR, Bernd Kölmel