Wie soll die Polizei ihre gefährliche Arbeit verrichten, wenn noch nicht einmal  eine ausreichende Ausstattung vorhanden ist?

polizei 2

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Spitzenkandidat der LKR, Christian Schmidt, kann über einige Forderungen der Grünen zur Polizei nur noch den Kopf schütteln. Schmidt sagt: „Die Grünen fordern in ihrem Wahlprogramm bzgl. bürgernaher Polizei, den Einsatz von Hunden künftig nur noch auf Such- und Spürtätigkeiten zu beschränken. Ein Einsatz im Rahmen der Verbrechensbekämpfung oder -prävention ist offensichtlich nicht mehr vorgesehen“

„Diese Forderung wird von der LKR strikt abgelehnt“, so Schmidt, „die gut ausgebildeten Polizeihunde leisten einen wichtigen Dienst für die Sicherheit unserer Stadt. Und das sowohl im Bereich der Prävention als auch bei der Verbrechensbekämpfung“. Unsere Berliner Polizisten sind leider derart traurig ausgestattet, dass Verbrecher sie oft nicht mehr fürchten. Wer hat schon Angst vor einem Gummiknüppel, wenn er selbst mit Messer oder Schlagring bewaffnet ist oder ihm zahlreiche Freunde zur Seite stehen. Vor einem Hund haben potentielle Verbrecher hingegen vielfach noch Respekt und geben ihren Widerstand auf. Vielfach können Verbrechen dadurch sogar verhindert werden – wer will schon mit den scharfen Zähnen eines Hundes Bekanntschaft machen“?

Ebenso lehnt die LKR die Forderung der Grünen ab, künftig den Einsatz von Waffen und Pfefferspray zu dokumentieren und begründen. Das ist ohnehin schon Pflicht. Der mutmaßlich beabsichtigte Zweck dieser Forderung der Grünen ist wohl, durch weitere bürokratische Hürden den Einsatz nun auch noch von Pfefferspray zu unterbinden – das kann nicht der richtige Weg sein.

In unserem Land ist Gewalt gegen Polizisten ein zunehmendes Problem, das zudem von vielen verharmlost wird. (Schwere) Verletzungen von Polizisten werden oft als Berufsrisiko abgetan, während Bagatellverletzungen von Randalieren oder Kriminellen nicht selten von Politik und Presse aufgebauscht werden. Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr fast 3000 Beschäftigte der Polizei verletzt, bundesweit gab es mehr als 62.000 Angriffe gegen Polizisten.

Unsere Gesellschaft muss sich fragen, ob sie unsere Polizei – praktisch als zahnlosen Tiger – ohne wirksame Ausrüstung auf die Straße schicken will oder ihr angemessenes Material bereitstellt, mit dem sie ihre oft gefährliche Arbeit sinnvoll verrichten kann. Polizisten brauchen nicht nur Schusswaffen, die hoffentlich nur selten zum Einsatz kommen. Sie brauchen insbesondere auch Waffen mit niedrigem Gefahrenpotential, aus denen sie situationsgerecht auswählen können. Die Alternative wäre ansonsten oft, den Täter laufen zu lassen oder auf ihn zu schießen- beides keine attraktiven Alternativen.

Forderung  der LKR

„Anstatt die Handlungsfähigkeit von Polizisten durch Verbot der wenigen ihnen noch zur Verfügung stehenden Waffen weiter einzuschränken, möchte die LKR die Entwicklung von Waffen mit niedrigem Gefahrenpotential fördern. Hierzu gehören auch Taser, die Verbrecher kurzzeitig ruhigstellen, übrigens ohne wesentliche Verletzungen zu verursachen. Polizisten müssen einerseits in der Lage sein, ihr eigenes Leben zu schützen, andererseits muss es auch Ziel sein, den Einsatz von Schusswaffen zu vermeiden. Hierfür wird sich die LKR einsetzen“