terroranschlag

Berlin, 20.12.2016 – Deutschland ist von einem schweren terroristischen Anschlag getroffen worden. Ziel war ein Weihnachtsmarkt im Zentrum unserer Hauptstadt. Es handelt sich um einen bewussten Anschlag auf unsere Kultur, unsere Werte und unser christlichen Traditionen. Dieser Angriff steht in der Reihe ähnlicher Terrortaten in Paris, Brüssel, Nizza. Jetzt hat es auch uns getroffen. Feige Mörder töten wahllos wehrloses, unschuldiges Leben im Namen Ihrer eigenen Religion, die sie zu einer hasszerfressenen Ideologie pervertiert haben.
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Unsere Gedanken, unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten zunächst den Opern, den Angehörigen, aber auch den Rettungs-und Sicherheitskräften und denjenigen, die einfach davon gekommen und traumatisiert sind. Mir fallen keine Worte ein, um diejenigen in ihrem Schmerz trösten zu können, deren Angehörige und liebste Menschen durch dieses unfassbare Verbrechen so jäh aus dem Leben gerissen wurden.
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Wir wissen, dass es keinen absoluten Schutz, keine absolute Sicherheit geben kann. Es gibt immer Risiken. Vor Wahnsinnigen und vor Fanatikern gibt es keinen totalen Schutz. Aber im Wissen um deren Existenz geht es darum, die Risiken zu minimieren.
Wir werden zu sprechen haben über Verantwortung. Wir werden die Frage offen stellen müssen, ob unüberlegte oder fahrlässige Entscheidungen dazu geführt haben, dass die Risiken gestiegen sind.
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Wir müssen darüber sprechen, wie diesen Risiken begegnet worden ist, ob sie verharmlost, schöngeredet oder gar ignoriert worden sind. Wer hat wie dazu beigetragen, dass die Kontrolle über unsere Grenzen verloren gegangen ist? Wer ist verantwortlich dafür, dass über viele Jahre Polizeiplanstellen reduziert worden sind? Welche Partei hat in welchem Parlament in den letzten Jahren der Streichungen zugestimmt?
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Wir haben es mit einem wirklich abgrundtief bösen Feind zu tun, der Tod und Terror ins unser Land hineintragen will, um unsere Gesellschaft, unsere Werte, unser westliches Leben nachhaltig zu treffen, zu verunsichern und zu beeinträchtigen. Diesem Feind bedeuten Menschenleben nichts, sie töten wahllos Männer, Frauen, und sogar Kinder.
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Wir müssen diesen Kampf annehmen. Wir müssen diesen Feind überall und mit aller Konsequenz bekämpfen. Dazu bedarf es aber auch der politischen Bereitschaft und des politischen Willens. Möglicherweise gibt es zu viele Worte und zu wenige Taten.
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Wer nicht bereit ist, unsere Werte, unsere Lebensgewohnheiten, unsere Traditionen und unser Recht zu achten, der hat hier nichts verloren. Widerspricht jemand der politisch Verantwortlichen? Wenn nicht, dann frage ich weiter: und was wird getan, um dies auch durchzusetzen?
Ich will heute keine abschließenden, möglicherweise selbstgerechten Antworten geben. Aber die Fragen, die ich stelle, sind die Fragen vieler Menschen – und nicht nur ich erwarte Antworten. Nicht heute. Aber sehr bald.

 

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Christian Schmidt
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